Island – Lichtduschen gegen Winterdepression

Vorgestern war bei uns in Deutschland Sommeranfang. Von sommerlichem Wetter ist bis heute jedoch noch nicht allzu viel zu spüren: Es ist der 23. Juni 2015 und ich habe im Büro gerade Licht und Heizung eingeschaltet. Der Himmel ist von dicken Wolken behangen und ein Regenschauer jagt das nächste. Die Temperatur beträgt am heutige Tag 12 Grad Celcius – da hatten wir im Winter bereits wärmere Tage! Kein Wunder, dass in diesem Jahr besonders viele Menschen an einer verlängerten Winterdepression leiden. Denn Tageslicht und wärmende Sonnenstrahlen, die sich positiv auf das menschliche Gemüt auswirken, waren seit dem vergangenen Winter eindeutig Mangelware.

Bei diesen klimatisch unschönen Bedingungen stellt man sich die Frage, wie das eigentlich die Menschen in Skandinavien und Island aushalten. Denn in den nördlichen Regiionen ist das Tageslicht sehr unterschiedlich verteilt. Während es im Sommer fast nur hell ist, ist es im Winter die meiste Zeit dunkel. Es wäre daher kein Wunder, wenn viele Menschen im skandinavischen oder isländischen Winter depressiv werden. Doch die Bewohner, die in der Nähe des Polarkreises leben, haben sich natürlich an die dort herrschenden Bedingungen angepasst. Im Winter halten sich die Skandinavier und Isländer viel bei Tageslicht an der frischen Luft auf. Sie gehen nicht nur spazieren, sondern treiben auch viel Sport, zum Beispiel Skilanglauf. Dabei nehmen Sie auch in der dunklen Jahreszeit so viel natürliches Licht auf wie möglich. Sobald es im Frühling nicht nur wärmer, sondern auch wieder heller wird, tanken sie Licht auf Vorrat.

Isländer nutzen Lichtduschen zur Therapie von Winterdepressionen

Doch trotzdem ist der lange, dunkle Winter in Island nicht nur für Touristen und Zugezogene eine Belastungsprobe für das Gemüt. Auch viele Einheimische haben mit Winterdepressionen zu kämpfen, sobald die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Viele Isländer können im Winter nicht mehr schlafen, andere wiederum möchten nur noch schlafen. Studien haben ergeben, dass etwa 10 Prozent der Isländer an einer Winterdepression leiden, welche durch Lichtmangel verursacht wird. Jedoch sind nur circa drei Prozent der Isländer chronisch depressiv. Mittlerweile reisen viele Isländer den Winter über ins sonnige Ausland, zum Beispiel nach Spanien. Wer sich einen solchen Langzeiturlaub nicht leisten kann, nutzt eine Tageslichtlampe zur Therapie gegen Winterdepressionen. Diese Therapielampen machen sie gleich morgens nach dem Aufwachen an und lassen sie am frühen Nachmittag eingeschaltet, um den Tag zu verlängern. Im Gegensatz zu Antidepressiva wirkt die Tageslichtlampe schneller und hat keine Nebenwirkungen. Eine solche Lichtdusche ist also ideal, um im isländischen Winter den Tageslichtmangel zu verringern und die Winterdepression zum therapieren.

Ob Sommer oder Winter: Wenn auch Sie Island mal am eigenen Leib erleben möchten, empfehlen wir Ihnen eine Reise auf die schöne Vulkaninsel. Der Reiseveranstalter https://www.contrastravel.com bietet Island-Reisen zu jeder Jahreszeit.